Vereinsgeschichte

Wichtige Ereignisse des Sektionslebens sind in dieser Tabelle zusammengefasst. Hierzu gehören auch Traditionen, die sich zum Teil verloren haben, wie z.B. die Skiwettkämpfe, die großen Sektionsausfahrten, die Faschingsbälle und auch die Teilnehmerzahlen bei Sektionstouren.

Die Aufzählung ist nicht vollzählig; sie soll vielmehr einen Eindruck in den Wandel des Sektionslebens geben. Bei den Vorträgen, insgesamt 213 an der Zahl, haben wir herausragende Vorträge von Mitgliedern, Vorträge bekannter Alpinisten und besondere Themen herausgegriffen.

  • Gründung der Sektion Falkenstein-Pfronten des DuÖAV

  • Ein Weg von der Vilstalsäge zum Edelsberg wird gebaut. Eine Route zum Aggenstein wird ausgesteckt.

  • Der Weg zum Aggenstein wird gebaut.

  • Errichtung einer Unterstandshütte auf dem Edelsberg durch die Sektion Falkenstein-Pfronten

  • Neubau der Aggensteinhütte durch die Sektion Falkenstein-Pfronten (später Pfrontner Hütte) auf ca. 1750m anstelle einer alten Schutzhütte, die laut einer Urkunde vom 01. Oktober 1880 die Stadt Vils in Tirol als Eigentümerin erwähnt. Auf gekauftem Grund, in Holz gebaut, ein einziger Raum mit 8 Lagerstellen, im Dachraum 4 Schlafplätze, Kosten 712,52 Mark.

  • Genehmigung zum Bau des Kienbergweges (heutiger Milchhäusleweg) durch die Gemeinde Pfronten-Steinach.

  • Erschließung des Südanstiegs auf den Falkenstein nach Genehmigung der Gemeinde Pfronten Steinach und der Stadt Vils.

  • Antrag beim Zentralverband auf Zuschuss für 20 Tafeln für den Verbindungsweg von der Aggensteinhütte zur „Kempter-Hütte am Gimpel“ (Tannheimer Hütte).

  • Routen über’s Himmelreich und auf den Einstein werden markiert.

  • Eröffnung und Einweihung der erweiterten Hütte (4,40 x 5,80m mehr Grundfläche; die Hütte hat nun ca. 37 m² Gesamtgrundfläche; Kosten 7200 Mark).

    Umbenennung der Sektion Falkenstein Pfronten in Sektion Pfronten sowie Aggensteinhütte in Pfrontener Hütte am Aggenstein.

  • Die Pfrontener Hütte wird erstmals während der Hauptsaison bewirtschaftet und hat 286 Übernachtungen.

  • Die Zuständigkeiten zur Pflege und Erschließung der Bergwege (= ausschließlich Markierungen) zwischen den Sektionen Pfronten, Füssen, Reutte, Kempten und Augsburg werden neu verteilt. Pfronten’s Arbeitsgebiet ist der Bereich westlich und nördlich der Kleinen Schlicke.

  • Sanierung des Weges Vilser Alp-Schlicke nach Hochwasserereignis.

  • Grenzschutz-Soldaten wirtschaften die Hütte total herunter. Plünderungen bis zur Matratze durch die Bevölkerung. Desolater Zustand.

  • Bericht der Sektion an den Hauptausschuss über Verwüstung und Zerstörung der Hütte in den Kriegsjahren (20.06.1919)

    Die Hütte wird wieder hergerichtet.

  • Bereits 4000 Touristen auf dem Aggenstein / Jahr.

  • Weihnachten (26.12.): Durch Fehlverhalten zweier Augsburger Touristen brennt die Hütte komplett ab. Auch alle Vorräte und das Bergrettungsmaterial werden vernichtet.

  • Die Sektion Pfronten ist mittellos und bittet um Übernahme als Ortsgruppe bei der befreundeten Sektion Kempten. (Quelle: Schreiben des Obmanns der Ortsgruppe Pfronten an den Hauptausschuss vom Oktober 1922.)

  • Im Widerspruch zum Bestehen der Ortsgruppe Pfronten seit 1922 steht eine Information aus der Festschrift zum 100-jährigen Bestehen der Sektion Allgäu-Kempten. Unter den Ereignissen 1952 findet sich folgender Passus: „Noch am 4.12.1952 wird die Ortsgruppe Pfronten der Sektion Allgäu-Kempten (…) ins Leben gerufen. Ihr wurde vor allem die Betreuung der Pfrontner Hütte übertragen.“ So auch in einer Zusammenfassung der Tätigkeit der Ortsgruppe Pfronten 1953 bis 1968 (erstellt 1969).

    Dieser Widerspruch konnte nicht aufgeklärt werden.

  • Gemeinschaftstouren: u.a. Lechtal, Pitztal, Stubai, Ötztal, Verwall, Karwendel, Zillertal, Dachstein, Bergell, Ortler, Dolomiten (Drei Zinnen), Brenta

    Vorträge: Alpen, Pyrenäen, Grönland, Spitzbergen, Ostanatolien, Hindukusch, Kaukasus, Nepal, Himalaja, Nanga Parbat, Marokko, Kilimandscharo – Mt. Kenia, Kordilleren, Anden – Peru, Kalifornien bis Mexiko

  • Weganlage durch die Reichenbachschlucht. Unterstützung der Gemeinde durch Mitarbeit, Gesamtkosten ca. 1800 DM

  • Betreuung der Pfrontner Hütte (bis 1957 durch Fritz Wetzer)

  • Kurgästeberatung: Informationen zu Bergtouren und Hinweise auf Führungen durch Bergführer. (An alle Gaststätten, Pensionen und Fremdenheime in Pfronten.)

  • Bergsteigerausbildung durch Andreas Keller

  • Verkauf der Pfrontner Hütte durch die Sektion Allgäu-Kempten an die Sektion Ludwigsburg (16.06.1957). Verkaufspreis: 5000 DM; Hüttenwirt Sepp Maag aus Lechbruck.

  • Beginn der Arbeiten einer eigenen Jugendgruppe (H. Schneider)

  • Erste Erörterung einer Sektionsgründung. Grund: Beitragserhöhung. Die Auseinandersetzung mit der Sektion Allgäu-Kempten wurde beigelegt durch einige finanzielle Zugeständnisse. Mithilfe an der Instandsetzung der Tannheimer Hütte.

  • Regelmäßige Fels- und Eiskurse durch Otto Eberle

  • Aufrichten des Aggenstein-Kreuzes gemeinsam mit der Bergwacht Grän – Rief

  • Einweihung des Aggenstein-Kreuzes

  • Einweihung des Brentenjoch-Kreuzes

  • Instandsetzungsarbeiten am Grünen Strich

  • Außerordentliche Mitgliederversammlung zur Gründung der Sektion DAV Pfronten im Hotel Falkenstein, 90 stimmberechtigte Mitglieder.

    Gemeinschaftsfahrt zur Wildspitze/Ötztal mit 55 Teilnehmern (!)

  • Fritz-Hieber-Lauf. Dieser Wettkampf wird bis 1973 meist am Schönkahler durchgeführt.

    Jahresversammlung für 1968 der Ortsgruppe Pfronten-Nesselwand der Sektion Kempten: Rückblick und Abschluß der Ortsgruppe Pfronten-Nesselwang der DAV Sektion Kempten (10. 01. 1969)

    Festabend anläßlich der Wiedergründung der Sektion in der Turnhalle Pfronten (08. 03. 1969)

    Skivergleichswettkampf Pfronten – Steingaden und Vereinsmeisterschaft in den Schwandenwiesen. Der Skivergleichswettkampf mit den Steingadenern findet jährlich bis 1976 statt. Jährliche Treffen mit den Steingadenern sind bis 1999 verzeichnet. Eine Vereinsmeisterschaft wird bis heute durchgeführt.

    8-Tagestour in die Julische Alpen (14 TN)

    1. Sektionsvortrag „Bergsteiger erzählen“: 8 Mitglieder berichten. Der Sektionsvortrag findet seither jährlich statt.

  • Große Alpenvereinsfahrt nach Korsika (14 Tage)

    Reinhold Messner: Odyssee am Nanga Parbat; 350 Besucher

  • Vortrag Dr. Fuchsberger: Berge, Büffel und Bananen; 86 Besucher

    JUMA mit Fahrrad zur Leilachspitze (nur Mädchen)

    Klettern in den Tannheimern (33 TN!)

    Königsspitze (verschiedene Routen) (27 TN)

    Große Alpenvereinsfahrt Mont Blanc mit 23 TN

    Kundfahrt in die Ost-Türkei

  • Die Sektion Pfronten richtet die Deutschen Jugendmeisterschaften des DAV aus.

    Skitour zum Mehlsack

    JUMA: Skihochtour Ortlergebiet mit 37 TN (18 TN der JUMA/Jugend)

    Vortrag Dr. U. Gruber: Als Naturforscher in den Tiroler Bergen; 65 Besucher

    Eistour Zuckerhütl (49 TN)

    DAV-Tourenwoche Gesäuse (17 TN)

  • Eistour Piz Palü (46 TN)

    Sektionsausfahrt Schiaragruppe (15 TN)

  • Zweiwöchige Fahrt in die Pyrenäen (22 TN)

  • Skitour Großer Daumen (41 TN)

    Großes Wiesbachhorn – Kaindlgrat (36 TN)

    Große Gemeinschaftsfahrt ins Dauphiné (19 TN)

  • Faschingsball im Hotel Bergpanorama. Der Chronist vermerkt: „brechend voll“

    8-tägige Bergfahrt in die Julischen Alpen (21 TN)

    Vortrag Peter Habeler: Zu Zweit in der Nordwand des Hidden Peak 8068m; 88 Besucher

  • Maskierte Skitour über die Hörner (31 TN). Die Faschingstour findet mehrmals statt, das letzte mal ist sie 1985 vermerkt.

    2-Tagestour Berliner Hütte (52 TN)

    Bergmesse Brentenjoch, 150 Teilnehmer

  • 2-Tagestour Dreiherrenspitze (53 TN)

  • Ausbau der Jugendstube im Haus Rehle

    Gemeinschaftstour Watzmann Ostwand (16 TN)

    1. Falkensteinlauf. Der Falkensteinlauf findet jährlich statt. Das letzte Mal wird er 2005 durchgeführt.

  • Skitour Engelspitze. Sie muss erwähnt werden, da sie neben der Pleis- und der Aplespleisspitze über die Jahre die häufigste Sektionstour wird (41 TN)

    Zugspitze Wetterkante (7 TN)

    Ablehnung des Projekts Skiabfahrt Breitenberg durch die Sektion, zusammen mit der Sektion Kempten (Vorstand Dr. F. März) und dem Bund Naturschutz (Karl Partsch)

  • Skifahrermesse auf dem Schönkahler (60 Teilnehmer)

    Zwei Vorträge „Mount Mc Kinley“ von Joe Trenkle; insgesamt 600 Besucher

    Breitenberg Skiabfahrt: Aufgabe des Raumordnungsverfahren der Reichenbach-Trasse

    Vortrag: Yosemite von Reinhard Karl; 140 Besucher

  • Vortrag: Nanga Parbat von Hartmut Münchenbach; 150 Besucher

  • 11. DAV Jugend-Skimeisterschaften am Schönkahler, ausgerichtet von der Sektion Pfronten mit neuem Modus (Tourenskilaufdisziplinen), fast 300 TN

    Vortrag: Waldsterben bei uns von Hubert Perras; 40 Besucher

    Vortrag: Große Alpenwände von Toni Freudig; 160 Besucher

  • Vortrag Wolfgang Güllich: Freiklettern an der Weltspitze; 100 Besucher

    Neues Gipfelkreuz auf dem Breitenberg, Tourenabschluß auf der Ostlerhütte und Bergmesse (ca. 100 Teilnehmer)

  • Faschingsball im Hotel Bavaria; Motto „Herpfartreffen“

    Vortrag Karl Partsch: Alpine Umweltprobleme im Allgäu; 45 Besucher

    Vortrag Hartmut Münchenbach: Cerro Torre; 200 Besucher

  • Bürgerbefragung Pro und Kontra Kurvenlift durch Jugend und JUMA

    Vortrag Prof. Dr. K. M.Herrligkoffer: K2 und Broad Peak Expedition; 160 Besucher

  • Filmabend von Willi Brodmann; 200 Besucher

  • Vortrag Peter Nasemann: Das Tiroler Lechtal – ein Tal wird neu entdeckt; 50 Besucher

    Vortrag Bernd Arnold: Elbsandstein – meine Kletterheimat; 90 Besucher

  • Karten- und Führerdepot bei Hans Kollmann im Steinach. Das Depot bei Hans wird das letzte Mal 1997 erwähnt.

    Vortrag Martin Schwiersch: Trango Power; 60 Besucher

    Jugend und JUMA: Pfingsten: Kletterausfahrt ins Elbsandsteingebirge, noch vor der Wende

    Kombinierte Touren in der Bernina: Piz Palü Ostpfeiler, Piz Cambrena (13 TN)

    Blümlisalphorngruppe (Berner Alpen) (12 TN)

  • Karten- und Führerdepot bei Hans Kollmann im Steinach

    Jugend und JUMA: 1. Sektionsklettermeisterschaften am Kletterturm (ausgeliehen von der Sektion Weiler): Sektionsmeister: Gilbert Mohyla und Sandra Höllisch

    Gipfelkreuz Brentenjoch (Aufstellung und Einweihung) (100 Teilnehmer)

    Jugend und JUMA: Bau einer Kletterwand in der TSV Turnhalle in Ried (600 freiwillige Arbeitsstunden). Mit Abriss der Turnhalle musste später eine neue Wand her …

  • Jugend und JUMA: Elbsandstein, nun nach der Wende

    Die Sektionsmeisterschaft wegen Schneemangel im März als MTB-Radrennen mit Schießeinlage ausgetragen.

  • Unterschriftenaktion gegen Beschneiung der Weltcupstrecke

  • 25-jähriges Sektionsjubiläum: Der Trientiner Bergsteigerchor Coro-Castion singt in der Pfarrkirche, anschließend Hoigarte im Gasthaus Engel, den es damals noch gab.

  • Mittelalterlicher Jahrmarkt in der Dorfer Viehweide. Gemeinsam mit der Bergwacht werden ca. 1500 Original-Pfrontar-Krautkrapfen verkauft.

  • Landschaftspflegeprogramm: Entbuschung der Schönen Oyben im Achtal (18 TN). Entbuschungen werden immer wieder durchgeführt, so z.B. am Schönkahler oder auch bei den Torsäulen.

  • Planung des Einbaus einer Kletterwand in der Schulturnhalle: Expertensitzung Kletterwand

  • Vortrag Hans Kammerlander: Bergsüchtig; ca 500 Besucher

    Abschluss des Baus der Kletterwand in der Schulturnhalle

    Beginn regelmäßiger wöchentlicher Klettergruppen an der Kletterwand

  • Familien-Skiausflug Engadin (23 TN). Die Familienarbeit wird über die Jahre ein aktiver und fester Teil des Sektionslebens.

    Vortrag Heinz Zak: Klettern im steilen Fels; ca. 120 Besucher

  • Vortrag Brigitte Reininger-Faden: Tibet – Das Land unter dem Horizont; ca. 140 Besucher

    Ausleihe von Führer und Karten über die Gemeindebücherei

    Vollmondskitour (13 TN). Diese Tour findet sich wiederkehrend im Tourenprogramm.

  • Vortrag Hans Kammerlander: K2 – Berg aller Berge; ca. 450 Besucher

    Vortrag Otto Eberle, Joe Trenkle und Matthias Bertle: Bergsteigen, wie es damals war; ca. 160 Besucher

    Die Sektion geht im August mit einer homepage online und verzeichnet bis zur Jahreshauptversammlung 2004 510 Aufrufe.

  • Der Schönkahler wird für das Projekt „Skibergsteigen umweltfreundlich“ ausgewählt. Die genehmigte Abfahrt wird gerodet und beschildert und seither regelmäßig ausgeholzt. Die Adratsbachabfahrt allerdings wird gesperrt.

    Letztmalige Durchführung des Falkensteinlaufs. Auszug aus dem Jahresbericht: „Bei weniger als 10% Teilnehmer aus dem eigenen Verein macht es keinen Sinn, die Organisation (..) weiter zu übernehmen.“

    Vortrag Ines Papert: Eisklettern; 235 Besucher

  • 1. Lawinentag Pfronten (in Kooperation mit Schuhsport Trenkle, Altissimo). Der Lawinentag findet mit gut 50 Teilnehmern seither jährlich statt.

  • Beitritt zum Sportpool Pfronten. Seither regelmäßige Mitarbeit u.a. beim MTB-Marathon Pfronten

    Gründung des Arbeitskreises „Sicheres Klettern in den Tannheimer Bergen“. Seither regelmäßige Mitarbeit

  • Ein „Kletterteam“ bildet sich für ca. 4 Jahre. Die Kinder ab ca. 11 Jahren gehen regelmäßig drinnen und draussen klettern. Bis zur Auflösung des Teams finden Ausfahren nach Arco, ins Wetterstein, ins Elbsandsteingebirge und natürlich in verschiedene Kletterhallen statt. Teilnahme bei regionalen Kletterwettkämpfen.

  • Gründung eines „Alpinteams“ für Kinder und Jugendliche, die die verschiedenen Möglichkeiten des Bergsports intensiver kennenlernen wollen. Über die nächsten Jahre wird eine breite Palette von Aktionen durchgeführt: Übernachtung im Iglu, Eisklettern etc..

  • 2. AV-Klettermeisterschaften, diesmal in der Kletterhalle Rieden (25 TN)

  • Vortrag Stefan Glowacz: Am Ende der Welt; ca. 160 Besucher

    Beginn der Arbeiten an der „Boulderhöhle“

  • Arbeiten an der „Boulderhöhle“

    MTB-Fahrtechniktraining im Schulzentrum und der Dorfer Kiesgrube

  • Erstmals seit 30 Jahren findet wieder eine Winterbergmesse auf dem Schönkahler statt

    Einweihung der „Boulderhöhle“ im Foyer der TSV Turnhalle in Pfronten-Heitlern

    Mai bis August: Mountainbiketreff (16 Abende); den es mittlerweile jährlich gibt

  • Tag des Baumes Familiengruppe (ca. 50 TN)

    Kletterausflug Familiengruppe (28 TN)

  • Landschaftspflege in den Schönen Oiben: Jugend, Familiengruppe und viele begeisterten Aktiven hoiben eine Bergwiese

  • 50 Jahre Sektion Pfronten